Translate

Montag, 17. Januar 2022

Wiesenbach am 16. Januar 2022

 Bei Minustemperaturen (-1° C) waren wir in der "römischen Provinz" unterwegs; ein zweites Mal nach dem ersten Mai in 2021 wieder in Wiesenbach bei Heidelberg, wo die "Villa Rustica", ein römischer Gutshof, ausgegraben wurde. 

 





Die malerische Hütte, an der wir picknickten, war eine alte Bekannte, obwohl wir diesmal eine andere Route wanderten. Dort haben wir auch unsere Wandersteine ausgesetzt, nachdem wir die Tour aufgrund der Witterung abkürzen mussten. Trotz Schnaps und Heißgetränken wurde es gegen 15:00 Uhr doch ziemlich kalt; selbst ich habe gelegentlich gefröstelt, was mir bisher noch nicht passiert ist. Der Tümpel an der Rastmöglichkeit war komplett dick vereist.

 


Hauptsache, wir haben Spaß.



Erstaunlicherweise waren recht viele Leute unterwegs, einige auch mit Wanderrucksäcken wie wir. Vielleicht sind unsere steinerne Kunstwerke bereits entdeckt worden. Einen schönen Platz an der Hütte fanden wir immerhin; genauer gesagt genau diesselbe Bank dahinter, auf der wir schon einmal Brotzeit gemacht hatten.

 


 

Zum Gutshof sind wir nicht mehr gegangen. Wir hatten ihn ja schon gesehen und stießen außerdem auch hin und wieder auf Überbleibsel der römischen Besiedlung, die in den 1970er Jahren entdeckt  und teilweise rekonstruiert wurde. 

 

Der Beweis: Es war eisig!

Historischer römischer Brunnen



Viel zu fotografieren gab es nicht, und leider blieb es die ganze Zeit über diesig. Dennoch ist so ein Tag im Freien und in der Natur nicht mit Gold aufzuwiegen. Und der Abend in der Sauna hat ihn gut abgerundet...




 

Wir sind weiterhin fleißig am Steinebemalen, und die Gesichter werden immer ausdrucksvoller. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das soviel Spaß macht. Als Kind hatte ich ihn jedenfalls nicht. Da erinnere ich mich nur an einen schludrig bepinselten, klobigen Marienkäfer-Briefbeschwerer, den ich widerwillig auf dem Schreibtisch platziert habe, weil er praktisch war, um meine damalige wilde Korrespondenz zu bändigen. Heute finde ich es ein bisschen schade, dass ich ihn irgendwann wohl doch weggeworfen habe.


Montag, 10. Januar 2022

Bergauf und bergab in Daisbach am 9. Januar 2022

 Obwohl Regen vorhergesagt war für diesen Tag, hatten wir ordentlich Glück mit dem Wetter. Mit um die 4° C war es zwar ordentlich kalt, aber zumindest trocken und größtenteils windstill, als wir von unserem Ausgangspunkt im Ort erst durch ein Stück Wald und dann über Feldwege gestiefelt sind.

 

Brrrr... kalt!

Miesiges Baumgesicht


Aber wir lachen!

Wunderliches gab es zu sehen wie das Baumgesicht auf dem ersten Bild, das von jeder Perspektive interessant und irgendwie menschlich aussah. Später kroch dann noch eine bemooste Riesenschildkröte durch das Laub auf uns zu. Zuvor habe ich meinen Wanderstein ausgesetzt, in einer Baumhöhle am Weg. Viele Wanderer waren nicht unterwegs. Ich hoffe trotzdem, dass er knallig genug ist, um bald gefunden zu werden.

 



Kleine Steinfrau

Waldkunst I

Waldkunst II


Ganz kurz zeigte sich nach einem kurzen Regenschauer dann auch die Sonne. Zum Beweis haben wir sie auf einem Selfie fotografisch eingefangen. Sie war nur ein kurzer Gast, aber das war ok. Gefroren haben wir nicht. 

Für unser Picknick haben wir einen kleinen Umweg zum Pavillon Odenwaldblick gemacht, der sich jedoch als untauglich fürs Picknick herausstellte. Zum Glück gab es oberhalb eine Hütte mit einer großen, runden Tafel, an der wir spachteln konnten.

 

Hier kommt die Sonne.



Skål!

 

Gestärkt durch das Essen war der letzte Teil der Route anfangs zwar wieder leichter zu bewältigen, doch gegen Nachmittag zog ein Wind auf und es ging über Wiesen und Felder steil auf und ab, so dass wir doch ein bisschen schnaufen mussten. Im Ort angekommen stießen wir auf ein Hinweisschild zu in einem Park mit Überresten eines Schlosses, von der wir gar nicht wussten, dass es existiert. Ich fand das so spannend, dass ich trotz Müdigkeit hinlief und zwei Fotos machte; nicht zuletzt, weil die Ruine in seiner Morbidität an literarische Schlösser wie das abgebrannte Thornfield aus "Jane Eyre" erinnert. So alt, wie sie wirkt, ist sie allerdings noch nicht. Erst im letzten Jahrhundert wurde sie von einer Bürgerinitiative ehrenamtlich rekonstruiert.


Mariendistel

Auf und Ab

*Klick* zum Vergrößern


Als wir zuhause ankamen, waren wir froh, es geschafft zu haben. Der Tag war wie immer schön und gut genutzt. Man ist an der frischen Luft, entdeckt viel und lungert erst am Abend wohlverdient auf dem Sofa herum.


Freitag, 7. Januar 2022

Drei Orte am Dreikönigstag: Hammerau, Weiler und Hilsbacher See am 6. Januar 2022

 Zunächst waren wir etwas unsicher, ob das Wetter geeignet war zu einer Wanderung und suchten eine Route, von der wir einigermaßen wussten, dass die Wege befestigt waren und nicht durch Wald mit Forstarbeiten (=Matsch) führten.

 



Wanderstein am Sachsweg


Stärkung vor Weiler

Die Burg von Sinsheim aus.


Es war zwar kalt, aber trocken und windstill, so dass wir am Feiertag die Burg Steinsberg halb umrundeten, angefangen von der Hammerau über Weiler, wo wir ein Wiedersehen mit Bert aus der Sesamstrasse hatten und auch mit dem schön gestalteten Jesus am Kreuz. Eine ähnliche Strecke sind wir bereits an Karfreitag letztes Jahr gelaufen. 




Die Burg von Weiler aus.



Über uns Baum-Bert

Unsere Wandersteine haben wir am Sachsweg und zwischen Hilsbach und Weiler nahe einer Schafweide ausgewildert. Da doch ziemlich viele Wanderer und Radfahrer unterwegs waren und gerade das Steingesicht an einer prominenten Stelle ausgesetzt wurde, ist es gut möglich, dass einer zumindest schon einen neuen Besitzer oder Platz gefunden hat.

 

Schau genau!



Wieder am Hilsbacher See

Flachmann zum Abschluss


Am Ende waren wir doch ganz schön groggy, obwohl die Tour laut unserer App nicht mehr als sechs Kilometer lang war. Allerdings haben wir uns nicht genau daran gehalten und sicher den einen oder anderen Umweg gemacht. Trotzdem hatten wir wie immer viel Spaß und sind froh, dass wir den freien Wochentag zum Wandern genutzt haben.


Montag, 3. Januar 2022

Zwischen Elsenzsee und Kreuzbergsee / Elsenz - Tiefenbach am 2. Januar 2022. Und die ersten Wandersteine.

 Bei erstaunlich frühlingshaften Temperaturen im zweistelligen Bereich wanderten wir sozusagen zwischen den Seen ins neue Jahr. Trotz immer noch matschiger Wege - an die wir uns mittlerweile fast gewöhnt haben - und einem "Brückenausrutscher" von Elvira (der Gottseidank ohne Folgen blieb) haben wir den Tag sehr genossen und durch den "Waldlehrpfad" auch Neues erfahren. Zum Beispiel dass die von uns gesichteten Rehe über uns über die "Klinge sprangen", die für Menschen nahezu unüberwindbar sind, und dass der Borkenkäfer nicht zu Unrecht auch "Buchdrucker" genannt wird, "schreibt" er doch quasi in die Rinde der von ihm befallenen Bäume. Die Rehe waren leider (wieder mal) zu schnell und zu weit entfernt für meine Handykamera. Und die künstlichen Käfer im Großformat eher unansehnlich.

 






Elsenz und Tiefenbach sind die ersten Stationen für unsere bemalten Wandersteine, von denen wir im neuen Jahr künftig je zwei mitnehmen und "aussetzen" wollen. Das fiel uns ehrlich gesagt nicht ganz leicht, denn keiner kann ja sagen, ob sie überhaupt je gefunden werden. Ich hätte auch vorher nicht gedacht, dass man eine gewisse Affinität zu Steinen entwickeln kann... wer ihnen begegnet, darf sie gern aufheben und mitnehmen. Oder an einem anderen Ort niederlegen, wo sich Vorbeigehende daran erfreuen.


Christines Wanderstein

Märchenhaftes



Nicoles Wanderstein

 

Am Kreuzbergsee war unser erstes Picknick, wo sich ein Paar Komorane und zwei Trauerschwan-Attrappen tummelten. Dort kam auch für eine Weile die Sonne zum Vorschein und hat uns ein wenig gewärmt. Man konnte fast schon Frühlingsgefühle entwickeln...






Gegen Ende wurde der Himmel wieder grau, doch von Regen sind wir verschont geblieben, wenn auch nicht von glitschigen Bogenbrücken, die wir Frauen unnötigerweise überquert haben. Zum Glück hat sich Elvira bei ihrem Sturz nicht wehgetan. Und beim abendlichen Saunagang hatte auch der Muskelkater keine Chance.